Stück

Astutuli

Komödie von Orff Carl

Bereich Erwachsene
Sprache Deutsch, Dialekt
Eignung Erwachsene
Charakter heiter
Besetzung 16 gesamt / 4 weiblich / 12 männlich
Statisten 1
Darstellungsortort Stilbühne
Spieldauer 90 min
Verlag Schott Musik
Inhaltsangabe Das Satyrspiel handelt von den "ziemlich Schlauen, die sich für besonders klug halten", die der lateinische Titel Astutuli ins Hochdeutsche übertragen bezeichnet. In einer kleinen Stadt hat ein reisender Gagler (Gaukler) eine Theateraufführung angekündigt, und alle Bürger kommen neugierig, um das Spektakel nicht zu verpassen. Der Gagler beschwört zunächst den Onuphri (einen byzantinischen Riesen) und danach den Goggolori (einen bairischen Kobold) so lebhaft herauf, dass alle Zuschauer von deren Anwesenheit überzeugt sind, obwohl sie tatsächlich überhaupt nichts sehen konnten. So vorbereitet erleben die Zuschauer staunend die folgende Vision des "kokanischen" Landes, das ein Leben in Fülle und ohne Arbeit verspricht. Der Gagler überzeugt sein Publikum, dass jeder in dieses Land gelangen könne, wenn er nur das "kokanische Gewand" anlegte, und alsbald entledigen sich alle nach Art von Des Kaisers neue Kleider ihrer eigenen Kleidung, um das unsichtbare "kokanische Gewand" zu probieren. Die abgelegten Kleider werden von der Fahrenden, der Komplizin des Gaglers aufgesammelt, und in einem unbeobachteten Augenblick machen die beiden sich mit dem Hab und Gut der Leute aus dem Staub. Als die Bürger das Verschwinden bemerken, glauben sie in zwei Landsterzern die Schuldigen ausmachen zu können, doch diesen gelingt sie davon zu überzeugen, dass die wahren Übeltäter im Zuschauerraum säßen, was die betrogenen Bürger zum Anlass für eine Publikumsbeschimpfung nehmen. Doch da kehrt der Gagler verkleidet nochmal zurück und erklärt den Bürgern, aus Hosenknöpfen Gold machen zu können. In der Hoffnung auf baldigen Reichtum ohne Einsatz beginnen alle zu tanzen, während sich der Betrüger ein letztes Mal aus dem Staub macht.